Skandal in der Spielepresse: Star-Kritiker würfelt Test-Wertungen aus – und liegt erstaunlich oft richtig

Skandal in der Spielepresse: Star-Kritiker würfelt Test-Wertungen aus – und liegt erstaunlich oft richtig

Köln – Jahrelang galt er als das unbestechliche Orakel der deutschen Gaming-Landschaft, nun ist die schockierende Wahrheit ans Licht gekommen: Der renommierte Spiele-Kritiker Ludger Wurf (42) hat in den vergangenen fünf Jahren nicht ein einziges Videospiel selbst gespielt. Stattdessen ermittelte er die finalen Wertungen für sein Magazin Pixel-Prüfer mit einem handelsüblichen, leicht abgegriffenen Kniffel-Würfel aus den 90er Jahren.

Aufgeflogen ist der "Würfel-Skandal" durch einen aufmerksamen Reinigungskraft-Roboter, der Wurf dabei erwischte, wie er nach einem lauten "Klick-Klack" jubelnd "Eine glatte Sechs für das neue Call of Duty!" rief – während sein Monitor offensichtlich nur eine leere Excel-Tabelle anzeigte. "Ich habe mich schon lange gewundert, warum sein Controller seit 2021 nicht mehr eingesteckt war", gesteht sein Redaktionskollege Kevin K. "Ich dachte einfach, er spielt per Telepathie. Er ist schließlich ein Experte."

"Eine 3 fühlt sich einfach richtig an"

In einer eilends einberufenen Pressekonferenz zeigte sich Wurf jedoch völlig reuelos. "Warum soll ich 120 Stunden durch leere Open-World-Landschaften reiten, wenn ein gepflegter Wurf mit dem W6 exakt dasselbe Gefühl von Erschöpfung und Zufälligkeit erzeugt?", verteidigte der Journalist seine unkonventionelle Methode. Laut Wurf sei ein Würfel deutlich objektiver als menschliche Emotionen. "Eine 1 ist Schmutz, eine 6 ist ein Meisterwerk. Alles dazwischen ist generischer Standard. Das ist reine Mathematik!"

Die Reaktionen der Spieleentwickler fallen derweil gespalten aus. Während einige Studios rechtliche Schritte wegen "Verleumdung durch Wahrscheinlichkeit" prüfen, zeigen sich andere geradezu erleichtert. "Herr Wurf hat unserem katastrophal verbuggten Farming-Simulator eine 5 gewürfelt", berichtet die Indie-Entwicklerin Sarah T. freudestrahlend. "Das hätten wir mit echten Testberichten nie im Leben geschafft. Wir überlegen jetzt, seinen Glückswürfel als Lead-Balancing-Designer einzustellen."

Branchen-Insider befürchten nun, dass der Würfel-Trend um sich greifen könnte. Gerüchten zufolge hat eine bekannte Tech-Website bereits damit begonnen, Smartphone-Reviews mit Hilfe einer Ouija-Tafel zu erstellen. Ludger Wurf hingegen plant bereits sein nächstes Projekt: Einen Podcast, in dem er Spiele bewertet, indem er mit verbundenen Augen Darts auf eine Zielscheibe wirft.