Berlin – Mit einer Rede, die Beobachter als "erstaunlich entspannt" beschrieben, hat Bundeskanzler Scherz heute völlig überraschend einen neuen bundesweiten Feiertag verkündet: den "Tag der bedingungslosen Mittagsruhe". Ab sofort, so der Kanzler, sei es zwischen 13 und 15 Uhr "verfassungsrechtlich untersagt, irgendetwas Wichtiges zu tun".
"Wir haben in den letzten Jahren zu viel gearbeitet und zu wenig geschlafen", erklärte Scherz vor der Presse, während er sich sichtlich bemühte, ein Gähnen zu unterdrücken. "Deutschland soll wieder ein Land werden, in dem man mittags die Rollläden runterlässt und niemand ein schlechtes Gewissen dabei hat." Auf Nachfrage, wie die Wirtschaft mit einer täglichen zweistündigen Zwangspause umgehen solle, antwortete der Kanzler lediglich, das sei "Aufgabe der nächsten Bundesregierung" – und legte sich, dem Vernehmen nach, direkt im Anschluss auf das Sofa im Kanzleramt.
Besonders kurios: Für die Umsetzung wurde eigens ein neues Bundesministerium für Nickerchen-Angelegenheiten geschaffen, das laut internen Quellen bereits über ein Budget von 40 Millionen Euro für "ergonomische Feldbetten in allen Amtsstuben" verfügt. Ministerpräsidentin Heidi Kissenweich, die frisch ernannte Leiterin des Ministeriums, kündigte an, noch in diesem Jahr eine "Kuscheldecken-Reserve" für den Ernstfall anzulegen. "Man weiß ja nie, wann der nächste kalte Winter kommt", so Kissenweich mit todernstem Gesicht.
Auf den Straßen Berlins reagierten Passanten gemischt. "Endlich hört mir mal jemand zu", sagte Rentner Herbert Dösig, der laut eigener Aussage "seit 1987 für genau so ein Gesetz kämpft". Andere zeigten sich skeptischer: Bäckermeister Frank Krustig aus Kreuzberg befürchtet, dass die verordnete Mittagsruhe seine Brötchen-Stoßzeit "komplett zerstören" werde – "Die Leute kommen aber genau dann Brötchen holen!"
Die Opposition reagierte mit scharfer Kritik – allerdings erst am nächsten Morgen, da sie die Pressekonferenz aufgrund der neuen Regelung schlicht verschlafen hatte. Ein Sprecher entschuldigte sich später mit den Worten, man habe "aus Versehen die eigene Mittagsruhe eine Stunde zu weit gedehnt".